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Alexandra Capitan (vorne) gründet in Täbingen die Line Dance Gruppe "Funny Liners"
Tanzen ohne Partner

Foto: Beate Müller

Mit diesem Andrang hat Alexandra Capitan nicht gerechnet: Bereits zum ersten Training der "Funny Liners" Mitte September waren 30 Line-Dancer erschienen. Auch jetzt kommen immer noch Neulinge ins wöchentliche Training, um den sportlichen Westerntanz zu lernen.

Rosenfeld-Täbingen. Jeden Mittwoch wird von 19 bis 21 Uhr in der Turnhalle Line Dance geprobt. Für die, die sich mit den Tanzschritten ein wenig schwer tun, bietet die Trainerin ab 18 Uhr ein Einsteigertraining an.

Seit fünf Jahren ist Alexandra Capitan begeisterte Line-Dancerin. Nachdem sie im Juli nach Täbingen gezogen ist, wollte sie auf ihr Hobby nicht verzichten. "Ich tanze einfach so gerne", sagt sie und lacht. Zudem sei Tanzen für sie ein guter Ausgleich zu ihrem Bürojob. Kurzerhand gründete sie in ihrer neuen Heimat eine neue Line-Dance-Gruppe, die "Funny Liners": "Funny Liners, deswegen, weil es ›Just for Fun‹ ist, einfach Spaß machen soll ohne Leistungsdruck."

Line Dance ist ein Gruppentanz, der seinen Ursprung im Country hat. Getanzt wird in einem Block – nebeneinander und voreinander. "Dadurch, dass man für diesen Tanz keinen Partner braucht, sind viele offener", vermutet die Trainerin.

Die Gruppe sollte zunächst kein Verein werden. Doch aus versicherungs- und raumtechnischen Gründen sind die "Funny Liners" seit Oktober eine Abteilung des Täbinger Sportvereins. Eigentlich hatte Capitan geplant, die Proben in einem Raum im Kindergarten zu halten. Doch bereits beim ersten Training fanden nicht alle Teilnehmer Platz –­ es musste in die Turnhalle ausgewichen werden.

"Alles kann, nichts muss", hat sich Capitan als Motto für die Tanzgruppe gesetzt. Unabhängig von Alter, Geschlecht, sportlicher Verfassung oder Tanzkenntnissen seien alle willkommen. Neugierige könnten jederzeit einsteigen. Im Sondertraining für Anfänger werden die Schritte langsam einstudiert.

Auch wenn man keine Vorkenntnisse mitbringen muss und auch im fortgeschrittenen Alter noch einsteigen kann, ist Line Dance dennoch sportlich. "Es ist schwieriger, als es aussieht. Es wird einem relativ viel Ausdauer abverlangt", erklärt die Trainerin. Spätestens wenn es ans Hüpfen gehe, komme man ordentlich ins Schwitzen. "Die Tänzer sind auf jeden Fall geschafft, wenn sie heimgehen", berichtet Capitan.

Die Schrittkombinationen, die im Fachjargon feste Namen haben, seien verschieden schwer. Leichte Tänze enthalten teilweise nur 16 verschiedene Schritte, schwierigere Choreografien um die 128. Capitan macht die Schritte zunächst langsam, ohne Musik, vor – die Gruppe versucht, die Kombinationen nachzumachen. Mit den Händen wird vorwiegend im Takt geschnipst oder geklatscht.

Dass Line Dance ein Tanz ist, der alle Generationen anlockt, lässt sich gut an der Täbinger Gruppe sehen: "Im Durchschnitt sind wir etwa 40 Jahre alt." Einige Frauen Anfang 20 tanzen mit, aber auch fitte Senioren. Auch ein paar Männer sind dabei. "Doch die sind noch in der Unterzahl", meint Capitan.

Die Feuerprobe haben die "Funny Liners" bereits hinter sich. Ein Auftritt beim Country Frühstück in der Hechinger Domäne wurde bereits getanzt – natürlich stilecht mit Karohemden und Cowboyhüten.

Leistungsdruck herrscht keiner. Dennoch plant die Trainerin ein paar Auftritte. Der erste vor Täbinger Publikum soll im April nächsten Jahres beim Traktortreffen sein.

Weitere Informationen: E-Mail: funny-liners@web.de 0176/64 20 18 25

Quelle: Schwarzwälder Bote vom Fr 13.10.2017
Verfasser: Beate Müller